Risikokapital


Was ist Risikokapital?

Venture Capital (Risikokapital) ist der Finanzierungsprozess eines Unternehmens, in den meisten Fällen eines Startups. Dabei stimmen beide Parteien bestimmten Bedingungen zu. Während die meisten Aufgaben von den Gründungsmitgliedern übernommen werden, ist es dennoch üblich, dass VCs involviert werden. Auch wenn in den meisten Fällen die monetäre Finanzierung im Vordergrund steht, so stellen VCs Unternehmensgründern ebenfalls Beratung, Unterstützung und ihr Know-How zur Verfügung. 

Venture Capital ist ein Begriff, der vor allem für technologiebasierte Unternehmen verwendet wird. In Silicon Valley, der südlichen San Francisco Bay Area in Kalifornien, spielen Venture Capitalists eine bedeutende Rolle in verschiedenen Bereichen. VCs sind daher Anlaufstellen für brillante junge Ingenieure, die gemeinsam mit einem Freund, Kollegen oder Mitbewohner eine vielversprechende Geschäftsidee haben. 

Während VCs insbesondere für Tech-Unternehmen bekannt sind, gibt es auch solche, die verschiedene Branchen abdecken. Unternehmen wie Allbirds, Vessi und Manscaped sind berühmte Marken, die mit der Hilfe eines Venture Capitalists gegründet wurden. Obwohl sich all diese Unternehmen bezüglich ihrer Produkte, Einnahmequellen und Tätigkeiten unterscheiden, durchlaufen sie doch den gleichen Prozess. Möchten Sie mehr zu diesem Thema erfahren, lesen Sie gerne weiter.

Hinsichtlich der Idee der Finanzierung verhält es sich noch immer wie bei anderen Investments. Das bedeutet, dass einige Gründer mit soliden Verkaufszahlen um eine Finanzierung ersuchen, während andere nur ihre Ideen, ihr Talent oder ihre Prototypen präsentieren. Im Gegensatz zu anderen Investments helfen VCs jedoch in den meisten Fällen einem Unternehmen zu wachsen, Mitarbeiter einzustellen, zu planen und neue Märkte zu erschließen; stellen Sie sich dies als eine “hands-on” Finanzierung vor. 

Üblicherweise gehören die Investoren zu VC-Gesellschaften, wobei die Namen Sequoia, Bessemer, Y Combinator und zahlreiche andere die Anlaufstelle der meisten Entrepreneure sind.

Warum suchen Startups VC-Finanzierung?

Startups suchen die Finanzierung von VC-Unternehmen aufgrund ihrer Offenheit für neue Ideen und Technologien sowie ihrer Bereitschaft, in neue Ventures zu investieren. Da diese Investoren Experten sind und bereits in vergleichbare Unternehmen investiert haben, ist es zudem einfacher, ihnen Sachverhalte und Businessmodelle zu erklären. 

Abgesehen von den Finanzierungsmitteln lieben es Entrepreneure auch, von den Investoren Empfehlungen für den Markteinstieg, den operativen Betrieb, die Einnahmequellen und viele andere Aspekte zu erhalten. Darüber hinaus sind VCs sehr sachkundig und haben viele Kontakte in der Branche, so dass sie Startups beim Wachstum und im Hinblick auf einen langfristigen Erfolg ihres Unternehmens unterstützen können.

Zwar gibt es auch Solo-Investoren oder Finanzierungsfirmen, jedoch sind VCs der ideale Ort, um auf Erfahrung und interessierte Leute zu treffen und gleichzeitig die Chancen auf eine Bewilligung zu erhöhen. Wenn beispielsweise ein Tech-Unternehmen einen VC in Silicon Valley aufsucht, stehen die Chancen gut, dass ein Gremium eine Genehmigung für ein vielversprechendes Produkt oder eine brillante Lösung erteilt. Stellen Sie sich vor, Sie erklären jemandem etwas, das diesen tatsächlich interessiert.

Ja, in der Frühphase sind die Hauptziele von Startups die Markteinführung und das Überleben der nächsten Jahre. Bedenkt man, wie häufig große Unternehmen kleinere Unternehmen akquirieren oder absorbieren, können Existenzgründer in Kooperation mit VCs jedoch auf mehr Nutzer oder Kunden abzielen, um Traktion für eine Akquisition zu gewinnen. In Anbetracht dessen suchen viele Gründer VCs nicht nur zur Beschaffung von Geldern auf, sondern ebenfalls, um besser agieren, adaptieren und in der Branche konkurrieren zu können.

Der Venture Capital Prozess

Wie vieles Andere hat auch die Venture Capital Finanzierung einen fundierten Prozess. Im Detail sollte er wie folgt aussehen:

1. Pitch, Evaluierung und Meetings

In der ersten Phase reichen Gründer ihren Businessplan ein, pitchen ihre Idee und beraten sich mit dem VC. Erhalten sie eine Bewilligung, müssen sie an Folgemeetings und Diskussionen teilnehmen.

2. Investierung

Stimmt das Gremium zu, sollte sich der VC vor seiner Investierung mit dem Unternehmen treffen. Danach sollte der VC das Geld zu den vereinbarten Konditionen an das Startup überweisen.

3. Management

Nach der Investition wird der VC mit dem Startup in Kontakt bleiben. Er kann einen Sitz im Vorstand erhalten und das Unternehmen beraten, um effektive Geschäftsentscheidungen zu treffen. Zudem können die Verbindungen des VCs zu anderen Gesellschaften oder Entrepreneuren dem Startup beim Wachstum helfen.

4. Partizipation des VC am Startup

Schließlich wird sich der VC an wichtigen Ereignissen des Unternehmens beteiligen. Ein Beispiel wäre der Börsengang (IPO), der Kauf und Verkauf von Anteilen, die Verteilung von Geldern an Investoren, die Akquisition von Unternehmen und vieles mehr.

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Geschichte des Venture Capital

1840 kauften viele britische Bürger Aktien einer neu gebauten Eisenbahnlinie. Die Investoren verloren jedoch ihr Geld, als die Eisenbahn im viktorianischen Großbritannien beschlagnahmt wurde. 1946 gründete George Doriot die American Research and Development Corporation. George Doriot war gebürtiger Franzose, trat in das US-Militär ein, war ein berühmter Harvard-Professor und wurde als “Father of Venture Capital” bekannt.

Die American Research and Development (ARD) investierte in die Digital Equipment Corporation. Man schrieb das Jahr 1957, als sich VC und die Elektronik- und Computerindustrie zum ersten Mal trafen. 1959 war Fairchild Semiconductor das erste Startup, das mit Hilfe eines VCs gegründet wurde. Als nächstes investierte die VC-Firma Northleaf 1969 erstmals in ein Unternehmen. Im Laufe der Zeit hielt Northleaf den Rekord des am längsten bestehenden VCs, der Investitionen anbot.

1970 begannen die Venture Capital Gesellschaften mehr Bereiche abzudecken, darunter auch Personal Computing. Dies führte dazu, dass der VC-Sektor zu einer eigenen Branche wurde. Neben anderen unabhängigen Firmen lancierte Sequoia, eine prominente VC-Firma, im Jahr 1972. 1978 erreichte der Venture Capital Sektor sein wichtigstes Jahr, in dem die Unternehmen rund 750 Millionen Dollar einnahmen. Ab 1980 halfen VC-Firmen vielen großen Technologieunternehmen wie Apple Inc., Compaq, Electronic Arts (EA) und Genentech.

In den späten 90er Jahren oder dem “Dot-Com-Bubble” gab es einen Überfluss an Cash in Silicon Valley, San Francisco, Kalifornien. Folglich investierten VCs schnell in Startups, auch in diejenigen, die wenig erfolgversprechend erschienen. Nach diesem Event, in Anbetracht der unerfreulichen Resultate, entwickelten VCs effektivere Investierungsmethoden.

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